Erfolg durch hybride Teams

Mensch-Roboter-Kollaboration aus der Führungsperspektive

Welche Vorteile bietet die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter?

Durch die aktive Zusammenarbeit von Mensch und Roboter können Arbeitsprozesse mit einer höheren Flexibilität, Effizienz, Kosteneffizienz, Sicherheit und Qualitätssteigerung durchgeführt werden. Die menschlichen Fähigkeiten wie Kreativität und Problemlösungsfähigkeit können in Kombination mit der Geschwindigkeit und Genauigkeit von Robotern zu einer erheblichen Steigerung der Produktivität führen. Diese Vorteile werden in zahlreichen Anwendungsgebieten genutzt und haben neben den Produktions- und Logistikhallen bereits die Management- und Führungsebenen erreicht.

Erfolg durch hybride Teams Kontakt und Information Dr. Sylke Piéch Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, DFKI Alt-Moabit 91 C 10559 Berlin E-Mail: Sylke.Piech@dfki.de Zur Autorin Dr. Sylke Piéch ist Senior Research Manager am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, DFKI und Leiterin der Akademie für Leadership und Digitaltransfer, ADi. Zuvor war sie langjährig als Direktorin des Instituts für Leader- ship und Human Resources Management an der Internationalen Akademie Berlin, gegründet an der Freien Universität Berlin, tätig. Als Expertin für Künstliche Intelligenz im Kontext von Leadership, Arbeit und Bildung beschäftigt sie sich mit den Themen: Führungskräfte- und Teamentwicklung, Digitalethik, Mensch-Maschine-Kollaboration sowie Talentmanagement in Zeiten des digitalen Wandels. Mensch-Roboter-Kollaboration aus der Führungsperspektive

Wie kann die Mensch-Roboter-Kollaboration erfolgreich gelingen?

Wenn Roboter als Kollaborationspartner eingesetzt werden, dann ist auf eine klare Rollenteilung zu achten, bei der der Mensch als übergeordnete Lenkungsinstanz fungiert. Der Roboter muss zudem auch von den Mitarbeitenden als Teammitglied akzeptiert werden und sollte nicht als Konkurrenz, sondern als Unterstützung betrachtet werden.

Die gemeinsame Interaktion zwischen Menschen und Maschinen braucht Übung. Es bedarf Testphasen, wo Erfahrungen im Miteinander gewonnen werden können. Dieser Punkt ist beim Zeitmanagement und in der Implementierungsphase unbedingt zu berücksichtigen.

Zudem ist zu beachten, dass der Umgang mit KI-Systemen interkulturell sehr unterschiedlich sein kann. Demzufolge ist es für Führungskräfte wichtig, die unterschiedlichen Werte und interkulturellen Einstellungen der Mitarbeitenden gleichberechtigt in die hybride Zusammenarbeit einzubeziehen.

Ferner stehen ethische Grundsatzfragen im Focus. Wie wollen Sie die Mensch-Roboter-Zusammenarbeit unter ethischen Aspekten, aber auch mit Blick auf die Qualität der zur Verfügung stehenden Daten, Sicherheit, Gesundheitsschutz und soziale Einbindung gestalten?

Was ist der erste Schritt?

Für die erfolgreiche Mensch-Roboter-Kollaboration sollte im ersten Schritt eine Evaluierung der Arbeitsprozesse und Aufgaben erfolgen, um zu entscheiden, wo der Einsatz von Robotern zu einer Steigerung der Produktivität und Effizienz führen kann. In diesem Prozess sollten die Führungskräfte ihre Mitarbeitenden einbeziehen, um gemeinsam die Ziele und Erwartungen zu definieren, aber auch um Ängste und Bedenken ernst zu nehmen und adäquate Perspektiven aufzuzeigen. Eine gezielte Personal- und Teamentwicklung sowie berufsbegleitende Weiterbildungen spielen hier eine wesentliche Rolle.

Fazit

Neben all den Aspekten sollte eins oben anstehen und dass ist die Freude und Faszination in der gemeinsamen Interaktion. Wenn die Mitarbeitenden erfahren, dass sich ihre eigene Kraft durch maschinelle Unterstützung potenzieren kann oder dass sie Freiraum für innovative oder strategische Aufgaben gewinnen, dann kann das positive Auswirkungen auf die Arbeitsmotivation und auf die gesamte berufliche Entwicklung ausüben, welches sich wiederum in den Arbeitsergebnissen widerspiegelt.

Erfolg durch hybride Teams

Zur Autorin

Dr. Sylke Piéch ist Senior Research Manager am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, DFKI und Leiterin der Akademie für Leadership und Digitaltransfer, ADi. Zuvor war sie langjährig als Direktorin des Instituts für Leadership und Human Resources Management an der Internationalen Akademie Berlin, gegründet an der Freien Universität Berlin, tätig. Als Expertin für Künstliche Intelligenz im Kontext von Leadership, Arbeit und Bildung beschäftigt sie sich mit den Themen: Führungskräfte- und Teamentwicklung, Digitalethik, Mensch-Maschine-Kollaboration sowie Talentmanagement in Zeiten des digitalen Wandels.

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FAQ

Welche Vorteile bietet die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter?

Durch die aktive Zusammenarbeit von Mensch und Roboter können Arbeitsprozesse mit einer höheren Flexibilität, Effizienz, Kosteneffizienz, Sicherheit und Qualitätssteigerung durchgeführt werden, wobei menschliche Fähigkeiten wie Kreativität und Problemlösungsfähigkeit mit Geschwindigkeit und Genauigkeit von Robotern kombiniert werden können.

Was ist für eine erfolgreiche Mensch-Roboter-Kollaboration wichtig?

Wichtig sind eine klare Rollenteilung mit dem Menschen als übergeordnete Lenkungsinstanz, Akzeptanz des Roboters als Teammitglied, Testphasen zur Übung der Interaktion sowie die Berücksichtigung interkultureller Unterschiede und ethischer Grundsatzfragen.

Was ist der erste Schritt, um hybride Zusammenarbeit aufzusetzen?

Der erste Schritt ist die Evaluierung der Arbeitsprozesse und Aufgaben, um geeignete Einsatzfelder zu bestimmen, dabei Mitarbeitende einzubeziehen, Ziele und Erwartungen zu definieren, Ängste ernst zu nehmen und gezielte Personal- und Teamentwicklung sowie berufsbegleitende Weiterbildungen zu berücksichtigen.